
Die Medizinische Trainingstherapie unterstützt dich dabei, Kraft und Ausdauer gezielt aufzubauen, deine Koordination, beispielsweise dein Gleichgewicht, zu verbessern und deine Beweglichkeit nachhaltig zu fördern. Dies wirkt sich positiv auf dein psychische Gesundheit aus: Mehr Energie & emotionale und mentale Stabilität.
Die medizinische Trainingstherapie ist eine wissenschaftlich fundierte und evidenzbasierte Therapieform, bei der gezielt angeleitetes und strukturiertes körperliches Training eingesetzt wird. Sie dient sowohl der Vorbeugung als auch der Behandlung zahlreicher chronischer Erkrankungen.

Anwendungsbereich
Erhöhter Blutdruck, hohe Blutfett- & Blutzuckerwerte
Übergewicht & Adipositas
Erschöpfung & Engielosigkeit
(Chronic Fatique Syndrom, Long Covid, Depressionen)
Schlafstörungen & Schlafprobleme
Atembeschwerden & Atemwegserkrankungen
Konzentrationsprobleme & ADHS
Rücken- & Nackenschmerzen
Gelenksbeschwerden
Vorbeugung vor Demez & Alzheimer
Vorbeugung vor Sarkopenie & Osteoporose (altersbedingter Muskel- & Knochenabbau)
Erstgespräch & Leistungsdiagnostik
Zu Beginn der Behandlung nehme ich mir Zeit für ein ausführliches Erstgespräch und eine ganzheitliche Abklärung der möglichen Ursachen deiner Beschwerden. Bei Bedarf kann eine Laboranalyse veranlasst werden, um beispielsweise einen Nährstoffmangel, virale oder bakterielle Entzündungen sowie mögliche Giftbelastungen auszuschließen.
Im Anschluss erfolgt eine Leistungsdiagnostik mittels Ruhe-HRV-Messung (Herzratenvariabilität). Diese gibt Aufschluss über den aktuellen Zustand deines vegetativen Nervensystems und liefert wertvolle Informationen über deine Regenerationsfähigkeit und Belastbarkeit.
Somit kann eine gute Basis für den Beginn der trainingstherapeutischen Behandlung geschaffen werden.

Kernelemente der Medizinischen Trainingstherapie





Krafttraining
Ausdauertraining
Beweglichkeitstraining
Haltungstraining
Koordinationstraining




Körperwahrnehmung
Atemgymnastik
Leistungsdiagnostik
Vermittlung von Körper- & Bewegungskompetenz
Warum ist körperliche Aktivität bei psychischen Erkrankungen so wichtig?
Die wissenschaftliche Evidenz zur Wirkung körperlicher Aktivität bei psychischen Erkrankungen ist mittlerweile sehr umfangreich. Inzwischen liegen sogar sogenannte Umbrella Reviews – also Meta-Analysen von Meta-Analysen – vor, die den positiven Nutzen von Bewegung und Training belegen.
Dennoch spielt die Trainingstherapie in vielen Behandlungsleitlinien nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle. Mit meiner Arbeit als Trainingstherapeutin und meinem Hintergrund in der Akutpsychiatrie & psychosozialen Rehabilitation möchte ich dazu beitragen, das zu verändern und Bewegung als wichtigen Bestandteil einer ganzheitlichen Behandlung stärker in den Fokus zu rücken.
Aktuelle Studien
Positionspapier zur Situation der Trainingstherapie in Österreich. Rausch et al. 2024.
Die Auswirkungen von Ausdauer- und Krafttraining auf Depressionen und Angstzustände: Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse. Banyard et al., 2025
Biologische und psychosoziale Mechanismen hinsichtlich der Auswirkungen von Bewegung auf Depressionen. Blumenthal & Rozanski 2023.
Bewegung verbessert bei PTSD-Patient:innen Schlaf, Angst, Depression und PTSD-Symptome. Yoga scheint hier besonders effektiv zu sein. Meta Analyse von Yuan et al. 2025
Bewegung verbessert die Emotionsregulation & vermindert Angst & depressive Symptome bei Kindern mit ADHS. Meta Analyse Song et al. 2025.
Bewegung stärkt spezifische physiologische Systeme (ZNS, ANS, Immunsystem), die zentral sind für PTSD-Symptome. Dong & Lin, 2025.
Trainingsempfehlungen zur Verbesserung der Inhibitionskontrolle bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS: Eine Netzwerk-Metaanalyse. Zhao et al., 2025
Atemmuskeltraining verbessert die autonome Funktion bei Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) und Post-COVID-Syndrom: Eine Pilotstudie. Edgell et al., 2025
